Presseberichte

Burkhard Hohn beerbt Thomas Mix

NEUENKIRCHEN (RT). Der 1. FC Neuenkirchen geht mit einem neuen Trainer in der Spielserie 2008/09 der Fußball-Kreisliga Osterholz. Burkhard Hohn löst zum 1. Juli Thomas Mix ab. Thomas Mix hat seine Mission Klassenerhalt erfüllt und gibt sein Amt aus persönlichen Gründen ab. Burkhard Hohn (Ex-Coach bei der SG Marßel) hat bislang noch kein Team aus dem Kreis Osterholz betreut. Die Funktionäre sind überzeugt davon, dass die Mannschaft im zweiten Spieljahr nach dem Aufstieg in die Kreisliga eine gute Rolle spielen wird. "Da sich die gesamte Mannschaft für einen Verbleib ausgesprochen hat und noch einige A-Jugendspieler sowie Spieler aus der zweiten Herren aufrücken, wird das spielerische Potenzial erheblich ansteigen", gibt sich Sportdirektor Frank Maske im Hinblick auf die neue Spielzeit unter Trainer Burkhard Hohn zuversichtlich. Vor allem Sebastian Kurkiewicz (14 Saisontore, elf davon in der Rückrunde) gilt als echter Hoffnungsträger.
Osterholzer Kreisblatt 12.06.08

OSTERHOLZ-SCHARMBECK.
Die Sporthalle der Berufsbildenden Schulen ist am Sonntag (15 bis 17.30 Uhr) Schauplatz für die Endrunde um die Fußball-Hallenmeisterschaft der Kreisliga Osterholz. Der FC Hansa Schwanewede, 1. FC Osterholz-Scharmbeck, Barisspor Osterholz, ASV Ihlpohl, 1. FC Neuenkirchen und die TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf spielen bei der Endrunde in 15 Begegnungen den neuen Titelträger 2007/08 aus.Die Zuschauer dürfen sich auf spannende Spiele auf Jugendtore einrichten. Die beiden Meisterschaftskandidaten unter Freiluft, Barisspor und ASV Ihlpohl, nehmen eine leichte Favoritenstellung ein. Die übrigen Teams sind in der Halle aber ebenso zu beachten.Auf den FC Hansa Schwanewede trifft dies in besonderem Maße zu. Der Verein verweist als einziger Verein aktuell in der Kreisliga Osterholz auf zwei Akteure mit einer zweistelligen Torzahl. Thorsten Vethacke (14 Saisontore) und Patrick Georg (zwölf) kristallisierten sich in der Herbstserie in der Elf von Trainer Marc Willenberg als Torjäger heraus.Der 1. FC Osterholz-Scharmbeck reist als Titelverteidiger an. Die Kreisstädter behielten in der Vorsaison vor dem ASV Ihlpohl (Zweiter) und der TuSG Ritterhude (Dritter) die Oberhand.
Osterholzer Kreisblatt vom 09.02.08

Thomas Mix tritt als Trainer zurück

NEUENKIRCHEN (RT). Die Doppellösung Frank Maske und Thomas Mix als Trainerduo gehört beim Fußball-Kreisligisten 1. FC Neuenkirchen der Vergangenheit an. Thomas Mix legte sein Traineramt aus privaten und beruflichen Gründen nieder. Der 41-jährige Übungsleiter zog mit seinem Rücktritt auch die Konsequenzen aus der Einstellung mehrerer Spieler. Das Training leiten nun erst einmal Co-Trainer Frank Maske und Routinier Jens Bormann.
Osterholzer-Kreisblatt 29.09.07

Türkspor II besteigt Thron bei Sportwoche Neuenkirchen

Nordbremer besiegen Hansa Schwanewede in doppelter Unterzahl
Von unserem Mitarbeiter
Karsten Hollmann
Osterholzer-Kreisblatt 06.08.07

NEUENKIRCHEN. Der SV Türkspor II sicherte sich mit einem 5:3-Finalerfolg über den FC Hansa Schwanewede die 200 Euro Siegprämie bei der Fußball-Sportwoche des 1. FC Neuenkirchen. Im Spiel um Platz drei gewann Kreisligist SpVgg Berne gegen den Vertreter aus der 1. Kreisklasse Osterholz, SV Grün-Weiß Beckedorf, mit 3:1.SpVgg Berne - SV Grün-Weiß Beckedorf 3:1 (0:1): Zum wiederholten Male lieferte der Außenseiter eine starke erste Halbzeit ab. Das Ensemble von Trainer Werner Harms konnte sich in Neuenkirchen auch wieder auf Steffen Bürgel verlassen.Der Goalgetter brachte den Underdog nach 20 Minuten mit 1:0 in Führung. Berne kam erst nach dem Seitenwechsel besser in Schwung. Bis zehn Minuten vor Schluss hielt jedoch die knappe Führung für den SV Grün-Weiß Beckedorf.Jegatheeswaran brach mit seinem Ausgleichstor den Bann. Der eingewechselte Jan Stracher stellte mit seinem Doppelpack in der Schlussphase noch den Triumph für den Wesermarsch-Kreisligisten sicher. Für den dritten Platz erhielt Berne immerhin noch 75 Euro.SV Türkspor II - FC Hansa Schwanewede 5:3 (1:1): Der Bremer Bezirksligist rettete den Vorsprung mit nur neun Akteuren über die Zeit. Nach der Aufholjagd der Schwaneweder von 1:4 auf 3:4 brannten beim SV Türkspor II nämlich die Sicherungen durch: Öksel und Uca beschwerten sich derart heftig über Entscheidungen des Unparteiischen Volker Becker vom SV Blau-Weiß Bornreihe, dass der Schiedsrichter die beiden Nordbremer Fußballer mit dem Roten Karton des Feldes verwies. In Unterzahl brachte Karadereli dann das Kunststück fertig, den Sack mit einem Konter für Türkspor II zuzumachen.Der Osterholzer Kreisligist erwischte einen Auftakt nach Maß und ging bereits nach 280 Sekunden durch Georg mit 1:0 in Front. Aber auch nach dem 1:1 durch den dreifachen Torschützen Halil Karadereli blieb Schwanewede am Drücker.Die Mannschaft des FC Hansa Schwanewede von Coach Marc Willenberg nutzte jedoch ihre Chancen nicht. Dies rächte sich nach dem Wiederanpfiff. Köseler brachte den Favoriten aus Bremen-Nord mit zwei Toren auf die Siegerstraße.Die Schwächeperiode der Hansa-Spieler hielt weiter an. Erst im Anschluss an das 1:4 durch Karadereli wachten Matthias Grave und Co. wieder auf. Georg und Hohenhoff verkürzten den Abstand auf nur noch einen Treffer. Für eine komplette Wende langte es aber nicht mehr.

Jung, dynamisch und erfolgreich
NEUENKIRCHEN.
Der Erfolg des 1. FC Neuenkirchen in der 1. Fußball-Kreisklasse Osterholz ist in dieser Saison nicht zuletzt auch ein Verdienst von Florian Cakrazli. Der Goalgetter erzielte im 4:2-Erfolg des Zweiten beim Vorletzten TV Axstedt nicht nur sein 49. Serientor, sondern auch gleichzeitig das 100.(erzielt durch Nils Waltersdorf ) von nunmehr 102 Treffern des ganz heißen Aufstiegsanwärters.Es erstaunt nicht, dass natürlich auch höherklassige Vereine längst auf den 21-Jährigen aufmerksam geworden sind. So soll er in den kommenden Tagen ein Probetraining beim Verbandsligisten OSC Bremerhaven absolvieren. Die Bremer Verbandsliga wäre nicht neu für den Shooting-Star. Schließlich kickte er bereits für den TSV Lesum-Burgdamm in der fünften Liga.Nach Problemen mit Mannschaft und Trainer rutschte Cakrazli in die zweite Formation des Klubs. Anschließend lotste ihn sein damaliger Chef Thomas Drekonja zum 1. FC Neuenkirchen. Dort hat er eingeschlagen wie eine Bombe. Den Vogel schoss Cakrazli mit sechs Toren beim 8:3-Sieg im Spitzenspiel gegen die TuSG Ritterhude II ab. Mit seinen 49 Toren in bislang 24 Begegnungen erzielte das Riesentalent im Schnitt mehr als zwei Tore pro Spiel."Türken-Flo", wie er wegen seines türkischen Vaters und zu vieler Florians im Neuenkirchener Team nur genannt wird, will hoch hinaus. Im vergangenen Jahr spielte er bereits bei einem türkischen Drittligisten aus Istanbul vor. Sein Vater hatte die Kontakte hergestellt. Der Werder-Fan wartet aber bis heute vergeblich auf eine Nachricht aus der türkischen Hauptstadt. Der OSC Bremerhaven käme ihm als Sprungbrett für eine große Karriere aber auch recht: "Wenn der OSC mich haben will, verlasse ich Neuenkirchen zu 90 Prozent." In Neuenkirchen sind die Verantwortlichen bemüht, den ehemaligen Teppichleger auf dem Teppich zu halten. "Florian muss noch reifen. Er ist noch ein bisschen zu eigensinnig", erklärte Neuenkirchens Torwart und Spartenleiter Frank Maske. Das sieht Cakrazli aber ganz anders: "Ich habe stets die Übersicht für meine Mitspieler und verliere nur äußerst selten den Ball." Der 21-Jährige ist beidfüßig und markierte auch bereits elf Treffer per Kopf.Im Leben des Blumenthalers dreht sich fast alles um Fußball. "Seit ich denken kann, wollte ich nur den Ball haben. Ich spiele jeden Tag Fußball", berichtete der Youngster. In seinen Jugendjahren war Cakrazli bereits ein echter Wandervogel. Von Union Bremen zog es ihn zu Werder Bremen, dann zum Blumenthaler SV und schließlich über den Neurönnebecker TV zum TSV Lesum-Burgdamm.Der sowohl im Sturm als auch im offensiven Mittelfeld einsetzbare Kicker hat kein geringeres Vorbild als Diego von Werder Bremen: "Der ist genauso alt wie ich und einfach genial." Selbst spielt Cakrazli aber lieber im Angriff als im Mittelfeld: "Meine Lieblingsposition ist die des Stürmers."Auch wenn der Aufstieg des derzeit zweitplatzierten 1. FC Neuenkirchen dank eines Vorsprungs von 20 Punkten auf den TSV Steden/Hellingst, der als drittbestes aufstiegsberechtigtes Team auf Rang acht liegt, bereits so gut wie feststeht, hat Bäckerlehrling Cakrazli ein festes Ziel: "Ich will Meister werden und den FC Hansa Schwanewede II deshalb noch abfangen." Und für sich selbst möchte er seine klare Führung in der Torjägerliste der 1. Fußball-Kreisklasse Osterholz weiter ausbauen - auf am Ende 60 Torerfolge.


Mix nach Rücktritt von Böhm nun FCN-Trainer


NEUENKIRCHEN (PJ). Mit einem neuen Trainer geht der 1. FC Neuenkirchen in die Rückrunde der 1. Fußball-Kreisklasse Osterholz. Obwohl der 1. FCN als Tabellenzweiter aussichtsreich im Aufstiegsrennen liegt, erklärte Coach Uwe Böhm nach der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes seinen Rücktritt. Die dürftige Trainingsbeteiligung vor der Winterpause und das Erscheinen von lediglich drei Akteuren zum Trainingsauftakt, bewegten ihn zu diesem Schritt. Vereinsoberhaupt Frank Maske präsentierte mit Torsten Mix, dem langjährigen FCN-Spieler, eine vereinsinterne Lösung.
Aus der Norddeutschen 18.01.2007


Und wir bekommen noch nicht einmal einen popeligen Trainingsplatz


Schwarzbauten auf neuem Fundament
Ausschuss will einzelne Pläne nachträglich anpassen


Von unserem Redakteur
Lutz Rode

SCHWANEWEDE. Mit Blick auf die Tagesordnung wollte Grünen-Ratsfrau Dörte Gedat den Dienstag bereits zum "Tag des Schwarzbaus" erklären. Im Planungsausschuss galt es eine ganze Liste von unrechtmäßig errichteten Bauprojekten abzuarbeiten, die durch Änderungen oder der Aufstellung von Bebauungsplänen nachträglich legalisiert werden sollen. Betroffen sind unter anderem die Sportanlage Klingenberg in Meyenburg, aber auch die Häuser in den Hünensteiner Wiesen.
Besonders im Fall des TSV Meyenburg scheint es ziemlich aufwändig zu sein, die Dinge im nachhinein rechtlich gerade zu rücken. Der Sportverein hatte auf der Anlage unter anderem einen zusätzlichen Trainingsplatz und eine Beachvolleyball-Anlage ins Landschaftsschutzgebiet gesetzt und zudem Flutlichtmasten errichtet, obwohl das nach den gültigen Plänen nicht zulässig ist. Um nachzuweisen, dass Licht und Lärm die Flora und Fauna nicht beeinträchtigen und das Landschaftsbild durch die jüngsten Bauaktivitäten nicht getrübt wird, gab die Gemeinde auf eigene Kosten zwei Gutachten in Auftrag.
Dass die Untere Naturschutzbehörde beim Landkreis Osterholz von den Vorgängen nicht begeistert ist, zeigte sich bei deren Stellungnahme zu der Absicht, den bisherigen Flächennutzungsplan zu ändern und einen Bebauungsplan für die Sportanlage aufzustellen. Knackpunkt ist der Landschaftsschutz, der für den Bereich des dritten Sportplatzes und die Volleyballanlage aufgehoben werden soll. Darüber befindet in letzter Instanz der Kreistag, doch schon jetzt ist klar, dass die Gemeinde dazu einige Bedingungen erfüllen muss. "Die Einwände des Landkreises waren nicht ohne. Wir haben erhebliche Anstrengungen unternommen, um dem etwas entgegenzusetzen. Der Bebauungsplan ist kein Selbstläufer", berichtete Bauamtsleiter Johann Kroog den Mitgliedern des Ausschusses.

Die Politiker in der Runde ließen keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie die Ereignisse in Meyenburg alles andere als gutheißen. SPD-Mann Hermann Fehn zeigte das Dilemma auf, in dem sich die Ratsleute befinden: "Wir wissen, dass Sport wichtig ist, aber uns vor vollendete Tatsachen zu stellen, ist nicht fair."Auch Dörte Gedat zeigte sich verärgert: "Es kann nicht sein, dass so etwas das übliche Verfahren wird, frei nach dem Motto ,Wir bauen etwas hin und die Politiker werden es schon richten". Manfred Humborg (SPD) merkte süffisant an, dass er davon ausgehe, dass das Entwicklungspotenzial des TSV Meyenburg nun erschöpft sei, sprich keine neuerliche Erweiterung zu erwarten sei. Unterm Strich machte der Ausschuss den Weg frei für das weitere Planungsverfahren. Er stimmte den Entwürfen für die Flächennutzungsplanänderung und den Bebauungsplan zu.
Einen Schlussstrich unter die "Altlasten" will der Ausschuss auch im Bereich der Hünensteiner Wiesen ziehen, wo vor langer Zeit Häuser illegal im Außenbereich errichtet wurden. Mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes soll die Sache nach dem Willen des Ausschusses nun gerade gerückt werden. SPD-Fraktionsvorsitzende Annette v. Wilcke-Brumund betonte, dass im Bebauungsplan nur die vorhandenen Häuser eingezeichnet werden sollen. Neubauten sind ausgeschlossen.
Vollendete Tatsachen sind auch am Fritz-Reuter-Weg geschaffen worden: In sieben Fällen haben Hauseigentümer Carports oder Schuppen außerhalb der festgelegten Baufenster errichtet. Mit der Änderung des Bebauungsplanes will man auch hier die Sache in Ordnung bringen. Der Ausschuss will die Anwohner an den Kosten für das Verfahren beteiligen, sofern keine einfache Änderung des Bebauungsplanes möglich ist.
Auch in Leuchtenburg haben sich Anwohner nicht an die Vorschriften gehalten. Im Bereich "Albrechts Park" sind Zäune errichtet worden, obwohl laut Bebauungsplan nur Rasenkanten erlaubt sind. Auch hier soll der Bebauungsplan angepasst werden.



© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Osterholzer Kreisblatt Seite: 8 Datum: 07.12.2006


Zum Artikel "Zweifel am Bolzplatz-Gutachten" vom 16. Juni:

Es gibt kein Recht

auf absolute Ruhe

Die Ablehnung eines Fußballplatzes an der Reiterschanze/Steinbergstraße in Neuenkirchen durch Ortsrat und Planungsausschuss ist wieder einmal eine Entscheidung gegen Kinder und Jugendliche in dieser Gemeinde. Davon hat es in den letzten Jahren viele gegeben. Immer öfter wurde durch dem Gemeinderat entschieden, Treffpunkte besonders von Jugendlichen in Schwanewede zu zerschlagen und die Teenager aus den Ortschaften zu verdrängen.

Wortführer dieser Politik der Ausgrenzung waren immer Bürgermeister Harald Stehnken und die SPD-Fraktionsvorsitzende Annette von Wilcke-Brumund. Gezielt haben die beiden seit fünf Jahren versucht aus der Gemeinde Schwanewede einen "Nachtwächterstaat" des 19. Jahrhunderts zu machen. Nach dem Motto: "Hauptsache es ist ruhig und sauber" haben Stehnken und Wilcke-Brumund durch "Schwarze Pädagogik" Lebensraum von Jugendlichen zerstört. Da wurden klammheimlich Bänke im Lebensraum der Jugendlichen abgebaut.

Das Ergebnis: Treffpunkte, dort wo die Jugendlichen zu Hause sind, wurden kaputt gemacht. Da wurde der Skater- und Volleyballplatz an der Waldschule ins Bundeswehrgebiet verlegt. Das Ergebnis: In der Walachei wird der Platz kaum genutzt und ist bei schönem Wetter sowieso ständig geschlossen!

Nun wird sogar ein offizieller Fußballplatz für den 1. FC Neuenkirchen abgelehnt, den der Verein dringend braucht. Dies mit "Schallimmissionsschutz" zu begründen, ist nicht nur jugendfeindlich, sondern auch absurd. Der Platz wird schließlich zu offiziellen Zeiten vom Verein genutzt. Das Lärmgutachten ist unseriös, da nicht beim Verein angefragt wurde, wann denn wieviele Kinder spielen. Außerdem ist das Benutzen von Rasenmähern, Hochdruckreinigern und Autos viel lauter. Es gibt kein Recht auf absolute Ruhe!

Kinder und Jugendliche haben aber ein Recht auf Lebensraum. Harald Stehnken und Annette von Wilcke-Brumund kümmern sich aber nicht um Kinder und Jugendliche, sondern nur um ihre Lobby!



LARS DENKER, SCHWANEWEDE


Ausschuss fürchtet Präzedenzfall
SCHWANEWEDE.
Der 1. FC Neuenkirchen (FCN) erhält von der Gemeinde Schwanewede keinen Miet-Zuschuss für die Nutzung der Weser-Geest-Sportanlage. Der zuständige Sportausschuss wies den Antrag des Vereins auf eine Unterstützung in Höhe von 1300 Euro am Dienstag zurück. Die Mehrheit der Kommunalpolitiker fürchtete, dass man mit der Zustimmung einen Präzedenzfall schaffen würde, auf den sich auch andere kleine Vereine berufen könnten. Dieses Fass wolle man nicht aufmachen, lautete eine der Begründungen.Niemand im Ausschuss zweifelte daran, dass es dem Fußballclub schwer fällt, finanziell über die Runden zu kommen. Auch dass im Vereine eine wertvolle Kinder- und Jugendarbeit geleistet wird, stellte niemand in Frage. Karin Koopmann (SPD) sah die Angelegenheit jedoch als ein Thema an, das innerhalb der Trägergemeinschaft für die Sportanlage Weser-Geest geklärt werden müsse. Vielleicht sei es möglich, eine andere Regelung für die Nutzung des Sportplatzes zu finden, die der Situation des FCN Rechnung trage. Auch über ein Zusammengehen mit einem finanzkräftigeren Verein müsse man nachdenken, sollte keine andere Lösung gefunden werden. Rathaus-Mitarbeiter Jörg Heine legte dem FC Neuenkirchen nahe, den kostenfrei zur Verfügung stehenden Platz in der Lützow-Kaserne stärker zu nutzen. Der Vorschlag von Brigitte Glinka (FDP), den beantragten Mietzuschuss einmalig und ausnahmsweise aus der Gemeindekasse zu bezahlen, fand keine Zustimmung der übrigen Ausschussmitglieder. "Das würde in der Sache nichts ändern, denn wir würden damit Türen für andere kleine Vereine öffnen, für die wir dann auch die Miete übernehmen sollen", erklärte Stephanie Eickbaum-Dierks (SPD).Ute Ehlert-Seidel, 1. Vorsitzende des SV Löhnhorst, schilderte dem Ausschuss die Lage aus Sicht der anderen Vereine in der Trägergemeinschaft. Demnach sei für alle Beteiligten vor Gründung der Gemeinschaft klar gewesen, welche finanziellen Belastungen auf sie zukommen. Auf der Grundlage dieses Konzeptes habe jeder Verein entscheiden können, ob er das finanzielle Risiko mittragen wolle. Insofern sei es nicht nachvollziehbar, wenn der FC Neuenkirchen jetzt erst feststelle, dass er sich die Nutzung des Sportplatzes nicht leisten könne. Nach Angaben von Ute Ehlert-Seidel ist das Konzept für die Weser-Geest-Anlage bislang aufgegangen. Durch die Vermietung des Sportplatzes und der Halle an externe Nutzer sei die Finanzierung sichergestellt. Die Beiträge der fünf Sportvereine alleine würden nicht ausreichen, um den Betrieb in Neuenkirchen zu finanzieren. Zusätzlichs Geld soll in die Kasse kommen, wenn die Trägergemeinschaft wie vorgesehen die Leichtathleitik-Anlage in Eigenarbeit wieder hergerichtet hat, so dass sie an fremde Vereine vermietet werden kann.


Verein wirbt für Trainingsplatz
NEUENKIRCHEN.
Der 1. FC Neuenkirchen will Berge versetzen - im übertragenen und auch im wörtlichen Sinne. Auch wenn die Zeichen derzeit alles andere als positiv aussehen, wirbt der Fußball-Club für seine Idee, neben dem bestehenden Sportplatz einen Trainingsplatz zu errichten. Dazu müsste an der Reiterschanze viel Sand bewegt werden, denn an dem ausgeguckten Standort erhebt sich ein stattlicher Hügel in der Landschaft. Die Pläne für den Trainingsplatz liegen beim FC Neuenkirchen längst fertig in der Schublade. Etwa 12 000 Euro würde der Bau kosten, haben der Vorsitzende Frank Maske und Jugendbetreuerin Sabine Nater ausgerechnet. Sie finden, dass das keine große Summe sei in Anbetracht der wertvollen Kinder- und Jugendarbeit, die der Verein leistet. An die hundert Nachwuchskicker jagen beim FC Neuenkirchen dem runden Leder nach - Tendenz steigend. Damit die Fußballer vernünftig trainieren können, braucht der Verein Platz. Den bietet der Sportpark Weser-Geest, dennoch wird er von den Neuenkirchenern nur noch selten genutzt. Der Verein sagt, er könne die dort fälligen Gebühren auf Dauer nicht aufbringen. 4,50 Euro werden laut FCN pro Stunde für das Kicken auf halber Platzgröße fällig, bei Flutlicht kommen 2,50 Euro pro Stunde hinzu. Dass sich die Ausgaben schnell läppern, diese Erfahrung hat der FCN gemacht, als er den Platz in den ersten Monaten nach Gründung der Trägergemeinschaft intensiv nutzte. Als klar war, wie teuer die Angelegenheit ist, wurde der Spielbetrieb auf dem ehemaligen Kasernengelände eingeschränkt. Um bis zum Jahresende überhaupt noch dort spielen zu können, hat der Verein einen Zuschuss über 1300 Euro bei der Gemeinde beantragt. Wie es aussieht, wird der Antrag jedoch keine Mehrheit finden. Dass der FC Neuenkirchen finanziell relativ schwach auf der Brust ist, hängt mit der Mitgliederstruktur zusammen: Kinder und Jugendliche zahlen einen ermäßigten Mitgliedsbeitrag. Der Versuch, Sponsoren für den Verein zu gewinnen, wurde laut Sabine Nater immer mal wieder unternommen. Doch jemand, der den Verein regelmäßig unterstützt, sei nicht so einfach zu finden. "Da kommt vielleicht hier mal ein Hundert-Euro-Schein und dort mal einer. Das reicht aber nicht aus, um den Trainingsbetrieb in der Weser-Geest-Anlage zu bezahlen", meint Sabine Nater. Beim FC Neuenkirchen macht man keinen Hehl daraus, dass man der Trägergemeinschaft, die für den Betrieb auf der Sportanlage verantwortlich ist, nur mit "Bauchschmerzen" beigetreten ist. Eigentlich hatten die Fußballer darauf gehofft, dass die Gemeinde ihnen die Sportanlage als Hauptnutzer zur Verfügung stellt. Schließlich kam alles anders: Die Gemeinde kaufte das Areal und stellte es der Trägergemeinschaft aus HSG, FC Hansa Schwanewede, TSV Löhnhorst, TSV Schwanewede und FC Neuenkirchen zur Verfügung. Die Zusammenarbeit mit den anderen Vereinen ist nicht immer reibungslos verlaufen, räumt man beim FC Neuenkirchen ein. An dem Vorwurf aber, man beteilige sich nicht an den Arbeitsdiensten, sei nichts dran. "Wann immer wir über Dienste benachrichtigt wurden, waren wir da. Wir können natürlich nicht so viele Leute stellen wie die großen Vereine", sagt Sabine Nater. Die einzige Lösung sieht der Verein im Bau des Trainingsplatzes. Doch dagegen spricht das Votum des Ortsrates. Auch bei der jüngsten Ratssitzung wurde deutlich, dass für die Pläne derzeit keine Mehrheit zu finden ist. Der Verweis auf das Lärmgutachten ist aus Sicht des Vereins aber nur ein Vorwand, um das Projekt ablehnen zu können. "Mit uns hat kein Gutachter gesprochen. Daher ist für uns schleierhaft, wie die Aussagen über die künftige Lärmbelästigung zustande gekommen sind". Der Vorsitzende Frank Maske verweist darauf, dass der Platz lediglich montags bis donnerstags genutzt werden soll. Am Wochenende ruhe der Trainingsbetrieb. "Von dem Platz werden nicht mehr Geräusche ausgehen als von unserem Hauptplatz nebenan. Insofern ändert sich für die Anwohner nichts". Die Verantwortlichen des FCN möchten ihre Pläne nicht gegen den Willen der Anlieger durchboxen. Vielleicht sei es möglich, in gemeinsamen Gesprächen eine einvernehmliche Lösung zu finden, sagt FCN-Vorsitzender Maske.


Zweifel am Bolzplatz-Gutachten
NEUENKIRCHEN.
Der Wunsch des 1. FC Neuenkirchen nach einem Bolzplatz an der Reiterschanze/Steinbergstraße beschäftigte am Dienstag den Gemeinderat. FDP-Ratsfrau Brigitte Glinka zweifelt an dem Ergebnis des Lärmgutachtens, mit dem der Ortsrat und auch der Planungsausschuss ihr Nein zum angedachten Trainingsplatz begründen. Um die Angelegenheit überprüfen zu können, beantragte die FDP-Grünen-Gruppe eine Einsicht in die Akten.Das von der Verwaltung eingeschaltete Ingenieurbüro ist zu dem Schluss gekommen, dass gegen die Nutzung des geplanten Bolzplatzes "aus schallimmissionstechnischer Sicht" erhebliche Bedenken bestehen. Die Menschen, die in den Häusern rings um den angedachten Bolzplatz wohnen, hätten einen Anspruch darauf, auch weiterhin ruhig zu wohnen. Brigitte Glinka zeigte sich während der Sitzung skeptisch, ob von einem Bolzplatz tatsächlich so viel Lärm ausgehe. Ihrer Einschätzung nach sei der Platz der Bevölkerung sehr wohl zuzumuten. "Ich kann mir ansonsten nicht erklären, warum an anderer Stelle ein Volleyballplatz oder ein Spielplatz in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung entstehen darf", sagte sie. Bürgermeister Harald Stehnken erwiderte, dass man sehr genau hinschauen müsse, wie lange solche Plätze in der Gemeinde schon bestehen. "Wenn etwas Neues geschaffen wird, müssen eben auch neue Maßstäbe angesetzt werden", erklärte er.Auch Neuenkirchens Ortsbürgermeisterin Annette v. Wilcke-Brumund verwies auf die geltenden Vorschriften. Wenn es einen Immissionsschutz gebe, müsse man ihn auch akzeptieren. "Der Ortsrat konnte gar nicht anders als den Antrag abzulehnen. Man darf nicht nur die Interessen der Sportler, sondern muss auch die Interessen der Anwohner berücksichtigen", erklärte die SPD-Fraktionsvorsitzende. Sabine Nater vom Vorstand des 1. FC Neuenkirchen und zugleich Schwester von Ratsfrau Brigitte Glinka zweifelt am Resultat des Gutachtens. "Uns hat niemand gefragt, wie viele Kinder zu welchen Zeiten dort trainieren sollen. Erst dann kann man aber doch feststellen, ob der Trainingsbetrieb zu laut ist oder nicht", sagte die Vertreterin der Jugendabteilung. Laut Nater ist der Bolzplatz erforderlich, weil sich der kleine Verein die Nutzung des Weser-Geest-Sportparks nicht mehr leisten kann. Die von der Trägergemeinschaft erhobenen Beiträge seien nicht zu finanzieren. Außerdem sei der Weg zur ehemaligen Kaserne für viele Kinder zu weit und zu gefährlich. Laut Nater werden gut hundert Kinder im Fußballclub betreut. Um in diesem Jahr die Weser-Geest Sportanlage überhaupt noch weiter nutzen zu können, hat der 1. FC Neuenkirchen einen Dringlichkeitsantrag auf finanzielle Hilfe an die Gemeinde gestellt. Dieses Anliegen hat jedoch laut Bürgermeister Harald Stehnken keine Aussicht auf Erfolg: "Die Verwaltung wird den Vereinen die Gelder nicht zurückgeben, die als Beiträge erhoben werden. Dem Trägerverein ist die Verantwortung für den Sportpark übertragen worden. Man kann den einen Verein nicht besser behandeln als den anderen", erklärte Stehnken. Der Bürgermeister empfahl dem FC Neuenkirchen, sich stärker an den von der Trägergemeinschaft angesetzten Arbeitsdiensten zu beteiligen, dann würden sich die Kosten auch in Grenzen halten. Den Vorwurf ließ Sabine Nater nicht stehen: "Der FC Neuenkirchen bringt sich sehr wohl ein. Doch kann ein kleiner Verein nicht so viele Leute für den Arbeitsdienst mobilisieren wie die großen Vereine, zum Beispiel der FC Hansa Schwanewede."